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Systemkameras | Fotografie Tipps Nr. 1

Fotografie Tipps Nr.1 - Systemkameras

Spiegellose Systemkameras haben den Markt der digitalen Fotografie kräftig aufgemischt. Klar, wer möchte schon gerne 4 – 5 Kilo Fotoausrüstung mit sich rumschleppen? Was noch für die kleinen spiegellosen spricht, erfahrt ihr heute im 1. Teil der Fotografie Tipps!

Seit gut 1 Jahr findet ein Wandel statt, ich beobachte immer häufiger das Professionellen Fotografen zusätzlich spiegellose Systeme nutzen oder zum Teil einen kompletten Systemwechsel vollziehen. Das ist für mich ein Zeichen, das ein Umdenken stattfindet.

Ich persönlich Fotografie mit meiner Sony a5000 seit fast 2 Jahren (hab sie in meiner Tasche fast immer dabei) spiegellos und konnte die letzten Wochen eine Nikon DSLR testen. Mein persönliches Fazit >> Die DSLR ist eine Wuchtbrumme.

Vor- und Nachteile spiegelloser Systemkameras

Schluss mit Lustig, Fakten auf den Tisch ;)

Vorteil Erklärung
Gewicht und Größe Bauartbedingt sind der Kamerabody und die Objektive leichter und das zum Teil bis zu 50%.
Display mit Live-View Einen Live-View finde ich etwas sehr cooles. Man kann sich das Histogramm oder eine Wasserwaage einblenden lassen oder einfach sehen was passiert, wen ich z.B. die Blende ändere (Bild im Display wir heller oder dunkler).
Unauffällig Gerade bei der Streetfotografie geht es darum unauffällig zu sein. Keine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken um die Situation nicht zu beeinflussen. Hier kommt die kompakte Bauart wie gelegen.
Wechselobjektive Für viele reicht eine gute Kompaktkamera völlig aus, doch wer z.B. gerne Hintergrundunschärfe im Bild zu haben möchte benötigt ein entsprechendes Objektiv.
Nachteil Erklärung
Größe Was ein Vorteil sein kann, ist in manchen Fällen auch ein Nachteil. Wer große Hände hat kennt das Problem, wie hält man das Ding jetzt am besten?

Hierfür gibt es eine einfache Lösung, welche unter dem Punkt Akkulaufzeit vorgeschlagen wird ;)

Akkulaufzeit Kleine Kamera, ein Display der Ständig an ist und viele Funktionen die Strom benötigen. Klar, dass hier die Akkus nicht lange durchhalten.

Mit dem Akku einer DSLR kommt man im Urlaub locker eine Woche aus. Beider der spiegellosen Systemkamera vielleicht 2 Tage. Ist nun mal so!

Doch ein Batteriegriff ist nicht teuer und löst das Problem. Ein Batteriegriff ist auch eine gute Lösung wenn einem die Kamera zu klein ist und dadurch schlecht in der Hand liegt.

Wahrnehmung Die Worte eines Bekannten: „Wenn ich bei einer Hochzeit fotografiere und der Onkel der Braut eine größere Kamera hat wie ich, werde ich nicht ernst genommen.“

Das ist natürlich ein Problem wenn ich mit der Fotografie mein Geld verdienen muss. Viele Glauben einfach noch: Umso größer die Kamera, umso besser ist der Fotograf. Das ist leider Unwissenheit…

Neutral zu bewerten

Ob ein Optischer Sucher jetzt besser ist wie ein Elektronischer Sucher ist für mich in der ganzen Diskussion um spiegellose Systeme überhaupt nicht relevant.

Ich war keinen Optischen Sucher gewöhnt und vermisse ihn daher auch nicht und im Zeitalter von Smartphones, wo alles über digitale Displays gesteuert wird sollte es auch kein wirkliches Problem darstellen.

Ich bin der Meinung, dass einige Fotografen (Profi- und Hobbyfotgrafen) einfach nicht den Wandel der Zeit erkennen und sich daher an so etwas wie dem optischen Sucher festklammern.

Fazit

Ich sehe für Hobbyfotografen oder Einsteiger in der Fotografie aktuell keinen „massentauglichen“ Grund in eine DSLR zu investieren.

Nur weil es die Platzhirsche der letzten Jahre es nicht geschafft haben, denn Trend zu erkennen bedeutet es nicht den alten Gewohnheiten nachzurennen.

Hersteller wie Fuji, Olympus oder Sony haben gezeigt was mit spiegellosen Systemkameras alles möglich ist und welche Qualität aus diesen „kleinen“ Dingern rausfällt.

Die verbauten Sensoren sind schon lange kein Grund mehr auf DSLR zu setzen.

Wer in Vollformat Fotografieren möchte muss sich nur mal die Sony Alpha 7 anschauen. Die bringt keine 600g auf die Waage, was fast der Hälfte einer Canon EOS 5D entspricht.

Sehr interessant, ein direkter Vergleich der beiden aktuellen Modelle bei dpreview.com.

Wer sich also überlegt, die Fotografie in ein Hobby zu verwandeln und nicht nur die Fotos von Omas Geburtstag schießen möchte, ist mit einer spiegellosen Systemkamera mehr als gut bedient.

Fotografie Tipp

Überlegt euch gut, ob ihr Geld in eine Spiegelreflexkamera investieren möchtet oder ob eine spiegellose Systemkamera nicht die bessere Wahl ist.

Größe ist vielleicht nicht alles, aber wie sagt man so schon: Nur die Kamera die man dabei hat ist eine gute Kamera.

Viel Spaß beim Fotografieren

Matthias
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Kategorie: Fotografie Tipps

von

Matthias

36 Jahre | Verheiratet | Hobby Fotograf | Team Sony | α5000 E-Mount-Kamera mit APS-C-Sensor | Serienjunkie | Oberbayer | Citrix Consultant | Podcast Hörer

6 Kommentare

  1. Super Beitrag. Ich überlege seit langem neben meinem Schlachtschiff (Nikon D610) noch eine Spiegellose zu nutzen, die ich dann auch häufiger dabei haben würde, weil sie einfach leichter und kleiner sind. Leider fehlt jetzt gerade ein bisschen das Geld dafür aber es wird immer sicherer dass ich mir eine holen werde ^^

    VG Jason

    • Matthias
      Matthias sagt

      Hallo Jason,

      danke! Ich hab meine kleine Sony auch fast immer dabei. Nicht in einer Fototasche sondern in einer stinknormalen kleinen Umhängetasche (plus ND Filter und Zusatzakku). Das Stativ liegt im Auto, also bin ich immer bereit ;)

      VG Matthias

  2. Hallo Matthias,

    ich bin gerade dabei mir eine solche Kamera zu kaufen bzw spare darauf. Ich liebäugele mit einer Sony RX 100 III. Hast du da vielleicht Erfahrung?

    Momentan habe ich nur eine Einsteiger-Digitale-Spiegelreflex habe, nichts tolles.

    Liebe Grüße, Bee

    • Matthias
      Matthias sagt

      Hallo Bee,
      leider habe ich keine persönliche Erfahrung zu der Kamera, nur das was ich gelesen und gehört haben. Was eigentlich nur Positives ist!

      Guter Sensor und eine sehr gute Linse bei einer sehr kompakten Größe.

      Der vielleicht wichtigste Tipp den ich dir geben kann ist der: Geh in einen Fotoladen und probiere sie aus! Nimm sie in die Hand, mach ein paar Bilder und höre auf dein Bauchgefühl ;)

      Wenn es ein vernünftiger Laden ist, darfst du sie bestimmt auch 1-2 Stunden in freier Wildbahn ausprobieren.

      Viele Grüße
      Matthias

  3. Schöner Beitrag und die wichtigsten Pro und Contra Punkte ausführlich beschrieben.

    Ich selber werde in der nächsten Zeit auch zu einer Systemkamera wechseln, die Sony Alpha 6000 soll es wohl werden. Als „ständig-drauf“-Objektiv habe ich mir das Sigma 30mm F2.8 auserkoren. Ich denke diese Kombination dürfte genau das richtige für mich sein.

    Gruß,
    Andreas

    • Matthias
      Matthias sagt

      Ich habe das Sigma 19mm F2.8 und bin sehr zufrieden damit. Die Abbildungsleistung ist für den Preis fast nicht zu schlagen! Ich gehe davon aus, das 30mm steht dem in nichts nach.

      Einen kleinen Kritikpunkt habe ich dennoch, das manuelle Scharfstellen ist, wenn man auf Unendlich Fokussieren will (gerade im Dunkeln) eher nicht so lustig. Leider ist das aber mir vielen Objektiven mittlerweile so, also nicht nur bei Sigma.

      Viel Spaß mit der a6000, wenn es denn so weit ist ;)

      Gruß nach Unna
      Matthias

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