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Mein Interview mit Felix Inden – Landschaftsfotograf aus Köln

Roaring sea - Felix Inden

National Geographic oder Heise cT Digital Photography sind dir ein Begriff, Felix Inden auch? Soll ich dir was verraten…

In beiden Magazinen konnte man bereits Fotos von Felix bewundern. Und die Liste von Magazinen ist noch um einiges länger ;)

Felix Inden ist Kölner

Er macht Landschaftsaufnahmen, da muss ich weinen – Weil ich auch so geile Fotos machen will ;)

Felix Inden beherrscht aber nicht nur die Landschaftsfotografie, dazu dann gleich mehr.

Noch im letzten Jahr habe ich Felix eine E-Mail geschrieben, ob er nicht Lust hätte mir ein paar Fragen, zu sich und seiner Fotografie zu beantworten.

Ich hatte nicht damit gerechnet, überhaupt eine Antwort zu bekommen.

Mein Interview mit Felix Inden

 

Wie und wann bist du zur Fotografie gekommen?

Ehrlich gesagt, bin ich vor einigen Jahren mehr durch Zufall zur Fotografie gekommen.

Wobei- stimmt nicht ganz- eigentlich habe ich schon immer gerne eine Kamera in der Hand gehabt, allerdings waren die Resultate jahrzehntelang reine Schnappschüsse und nicht der Rede wert.

Eines Tages war ich dann im Jahre 2010 mit meiner Frau in Paris unterwegs. Sie fotografiert schon lange und plötzlich, war ich es leid, nur als Verfolger hinter ihr herzurennen und mich zu langweilen, während sie die Stadt portraitierte.

Ich schnappte mir ihre alte Pentax und verfiel in kürzester Zeit mit Leidenschaft der Fotografie.

Warum ausgerechnet die City- und Landschaftsfotografie?

Es lag bei mir einfach auf der Hand.

Ich bin in meiner Jugend mit meinen Eltern viel umgezogen, ich bin in Galizien – Spanien geboren, habe danach in Chile gelebt und so weiter.

Dadurch wurde früh eine große Neugierde in mir geweckt und auch eine große Liebe zur Natur.

Winterflow - Felix Inden

Als ich dann gelernt hatte mit der Kamera umzugehen, war der logische Schritt, diese mit auf meinen Trips in der Natur dabei zu haben.

Da ich aber in einer Großstadt lebe und der größte Teil meines Einkommens nicht aus der Landschaftsfotografie, sondern dem Fotografieren von Nutzarchitektur stammt und ich somit nicht nur Reisen kann- ist die Cityscapefotografie eine sehr gute Alternative, um meine Techniken zu erweitern und nicht einrosten zu lassen.

Best of Cologne - Felix Inden

An sich muss ich sagen, dass bei mir die Stadtfotografie den Weg geebnet hat- denn im urbanen Umfeld habe ich eigentlich alles gelernt, was ich heute in der Natur anwende.

Welches Motiv möchtest du unbedingt noch vor die Linse bekommen?

Oh, das ist eine gemeine Frage!

Und zwar, weil ich hier eigentlich seitenlang schreiben könnte und wahrscheinlich nie zu einem Ende käme…

Seit einigen Jahren sind die arktischen Gefilde Nordskandinavien’s mein Einsatzgebiet.

Postcard from Hamnoy - Felix Inden

Hier gibt es noch unendlich viel zu entdecken und nachdem ich vor kurzem eine Weile in Spitzbergen war, steht für mich fest: Ich werde mein fotografisches Schaffen der Dokumentation dieser fragilen Lebensräume widmen- diesen Landschaften, die wahrscheinlich sehr, sehr bald schon völlig anders aussehen werden.

Nirgendwo sieht man es besser, wie sehr wir Menschen diesem Planeten zusetzen und da es wohl leider nicht besser werden wird, muss man sich das immer wieder ins Bewusstsein rufen!

Lange Rede, kurzer Sinn:

Einige meiner Traumziele sind Süd-Georgien und die Sandwichinseln, die Antarktis, Kamtschatka, Baffin Islands in Nunavut, die nördlichen Gefilde Svalbards, etc.

Hauptsache es ist eher etwas kühl, denn bei Hitze kann ich nicht gut arbeiten :D

Hast du einen „geheim“ Tipp für Anfänger und Hobbyfotgrafen in der Landschaftsfotografie?

In dieser unglaublich schnelllebigen Zeit, in der selbst wunderbare Bilder, die ihren Erzeuger teils Jahre an Vorbereitung gekostet haben nur für wenige Augenblicke im Bewusstsein des Betrachters verweilen, sollten Anfänger meiner Meinung nach einfach die Fotografie „leben“.

Den Spaß daran erleben, die Leidenschaft spüren und einfach Spaß haben!

Zu einfach ist es momentan, sich selbst als Anfänger schon in die sich immer schneller drehende Socialmedia-Spirale zu verrennen und Fotografie nur noch auf Likes und Anerkennung zu reduzieren.

Ansonsten auf jeden Fall noch, dass man nicht immer so sehr aufs Equipment gucken sollte.

Viel wichtiger als die neuste und teuerste Kamera mit dem größten Dynamikumfang zu haben ist es nämlich raus zu gehen und zu spielen, dabei lernt man und dabei wächst der Fotograf heran.

Vielen Dank Felix Inden

Wenn ihr jetzt neugierig geworden seit und noch mehr von Felix sehen wollt, findet ihr ihn bei Instagram, 500px und eine Webseite hat er natürlich auch.

In welches Land würdet Ihr gerne Reisen um zu Fotografieren? Schreibt das doch einfach in die Kommentare :)

Und Teilen nicht vergessen!

Servus und bis bald

Matthias

p.s Alle gezeigten Fotos sind mit der freundlichen Genehmigung von Felix Inden.

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