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Als ich angefangen habe, mich mit der Fotografie intensiver zu beschäftigen, stolperte ich öfters über die Aussage: „Man soll herausfinden, auf welchen Bereiche der Fotografie man sich spezialisieren möchte“.

Na super, was soll das denn? Ich bin doch Künstler ;-) Ich fotografiere alles worauf ich Bock habe!

Doch leider hat die Aussage einen wahren Kern. Als Normalsterblicher hat man gar nicht die Finanziellen Mittel, um alles mit der entsprechenden Ausrüstung Fotografieren zu können. Klar kann man mit einem Kit-Objektiv so einiges erreichen. Doch irgendwann entspricht das Foto vielleicht nicht mehr den Vorstellungen oder Erwartungen die man beim drücken des Auslösers hatte.

Das mag nicht immer etwas mit der Ausrüstung zu tun haben, aber man sollte sich schon im klaren sein, was man Fotografieren möchte und was man dafür an sinnvollen Equipment benötigen könnte.

Einfaches Beispiel: Bei Landschaftsaufnahmen eignet sich eher ein weitwinkliges Objektiv, was aber für Portrait Aufnahmen eher ungeeignet ist. Ich sage nicht, dass es nicht geht! Kann aber nach hinten losgehen…

Hier gibt es natürlich noch ein paar weitere Arten der Fotografie wie z.B.: Astro- und Sternen Fotografie, Makro- oder Wildlife Fotografie und so weiter, und so weiter.

Ich finde Landschaftsfotografie geil, ich habe aber auch die entsprechende Umgebung vor der Tür und somit liegt es auch irgendwie nahe :-)

Daher habe ich mir meine erste Festbrennweite, ein Sigma 19mm F/2.8 Objektiv zugelegt. Der Preis war gut und die Auswahl bei E-Mount Objektiven ist eh noch überschaubar. Dazu aber bald mehr in einen eigenen Beitrag.

Worauf ich eigentlich hinaus wollte ist, dass viele Landschaftsfotos mit einem ND (Neutraldichtefilter)/ Graufilter aufgenommen werden. Das ist sozusagen eine Sonnenbrille für das Objektiv. Hat nur etwas gedauert, bis ich dahinter gekommen bin…

Neutral density filter demonstration.jpg

Was macht man jetzt damit? Hauptsächlich Langzeitbelichtungen am Tag, da durch den Filter die Belichtungszeit erhöht werden muss, damit die Belichtung (Helligkeit) im Foto erhalten bleibt.

Dadurch können tolle Effekt entstehen, Wasser wird seidig oder Wolken werden fließend.

Zwei Beispiele von mir, die Fotos wurden als RAW aufgenommen und nicht nachbearbeitet, um den unterschied zu verdeutlichen.

matthias-foto-de_mangfall_ohneND

Ohne ND Filter (1/250 Sek. bei Blende 9)

matthias-foto-de_mangfall_mitND

Mit ND Filter (4 Sek. bei Blende 9)

Das Arbeiten mit einem ND Filter ist relativ simple:

  • Ein Foto ohne ND Filter und mit automatischer Verschlusszeit erstellen.
  • Automatische Verschlusszeit mit der Filter stärke Multiplizieren >> 1/250 * 10 (ND1000) entspricht ca. 4 Sek.
  • ND Filter montieren und die Verschlusszeit manuell einstellen.

Nun kann das Foto gemacht werden (Stativ nicht vergessen). Für die Berechnung der Verschlusszeit gibt es auch etliche Tabellen im Internet zu finden, einfach mal die Suchmaschine des Vertrauens bemühen ;-)

Ich habe mir einen Haida PRO ND1000 Filter zugelegt, welche um die 40 Euro kostet, da es immer heißt, man soll bei Filtern nicht sparen. Wie ich im Nachhinein gelesen habe, waren damit Filter um die 100 Euro gemeint. Aber was soll’s? Ich bin super zufrieden und es gibt vergleiche im Internet, da kommt der Haida nicht schlechter weg wie z.B.: ein B+W Filter für das doppelte vom Preis.

Die Bezeichnungen der verschiedenen Filter können etwas irritierend sein, lasst euch da nicht verunsichern. Im Notfall, einfach nachfragen!

Tipp: Am Ende des Artikels habe ich eine Link zum Fotoschnak auf neunzehn72 angegeben, wo es um ND Filter geht und das ganze sehr gut erklärt wird.

Kolbermoor Mangfallkanal mit ND Graufilter

Kolbermoor Mangfall ND/Graufilter #2

Habt Spaß beim Fotografieren

Matthias
Links:
Wiki
ND Filter
Flickr
Beispiel Fotos
Web
Paddy’s Fotoschnack